Linienpläne der Siebziger Jahre

1970 - Das aus für die ehemalige Alsterring-Linie Nach all den Jahren wird die traditionsreiche Alsterring-Linie [18] eingestellt! Die Linie [11] wird von der Haltestelle Trabrennbahn in Bahrenfeld nach Lurup/Lornsenstrasse verlängert und die Linie [19] jetzt zur Schleife U-Burgstrasse verlegt.
1971 - Harburg geht vom Netz Das Jahr 1971 wird geprägt vom Verlusst der Strassenbahn in Ottensen, Harburg und Billbrook. Die Linie [11] wird auf ihrem südlichen Streckenast eingestellt, verkehrt nur noch bis ZOB/Schleife, den Verkehr bis Wilhelmsburg (Mengestrasse) wird jetzt von der Linie [2] abgewickelt. Ganz eingestellt werden die Linien [7] von Hochrad zur Großen Schleife und [19] von Berliner Tor nach Billbrook. Des weiteren trifft es die Ringlinien [14] und [15] nach Altona. Die [14] endet nun von Veddel kommend am Lattenkamp, die [15] wird von Burgstrasse kommend zum Grindelberg in die Schleife geschickt.
1972 - Zwei Linien weniger, aber keine Streckenaufgaben Die Veränderungen gegenüber dem Jahr 1971 halten sich in Grenzen, lediglich die Linie [4] (Verstärker auf dem Linienweg der [2] zwischen Niendorf Markt und Rathausmarkt) wird eingestellt, ausserdem wird die Strecke der Linie [5] jetzt von der [15] mitbedient.
1973 - Der Rest dessen, was man noch als "Netz" bezeichnen kann Die Linie [1] wird im Westflügel eingestellt und bis zum Rathausmarkt zurück genommen, obwohl die City-S-Bahn in diesem Bereich zwischen Hauptbahnhof und Landungsbrücken ihren Dienst erst 1975 aufnimmt. Die Linie [3] wird ebenso zum Rathausmarkt zurückgenommen, damit gibt es auch Richtung Stellingen keinen Straßenbahnverkehr mehr. Die Linie [11] verkehjrt nun nicht mehr bis Lurup / Schenefeld, sondern startet und endet ab Bahrenfeld-Trabrennbahn.
1974 - Keine Bahnverbindung mehr zum Flughafen Trotz Protesten in der Bevölkerung geht das Liniensterben weiter: In diesem Jahr trifft es die Linie [9] - ZOB / Flughafen. Damit gibt es über 30 Jahre lang keine Bahnverbindung zum Hamburger Flughafen!
1975 - Keine Linie in den Westen Das Streckensterben kennt kein halten: Die Linie [11] von Bahrenfeld in die Stadt wird aufgegeben, ebenso der Rest der Linie [3], die [1] übernimmt die Fahrt zum Lattenkamp. Die Schleife am ZOB wird nicht bedient.
1976 - Die letzten Drei bei der Arbeit Nur noch drei Linien halten den Restbetrieb aufrecht: Linie [1] wie gehabt, Linie [14] übernimmt nun auch noch den Betrieb der [15] und die Linie [2] wurde bis ZOB/Schleife zurückgenommen: (Klicken zum Vergrössern)
1977 - Nur noch eine Linie übrig Nachdem nun auch die letzten Strecken östlich der Alster aufgegeben wurden blieb nur noch die gute alte Linie [2] übrig: (Klicken zum Vergrössern)
1978 - Das letzte Jahr Das war also der kümmerliche Rest des einst stolzen Netzes durch die Hamburger Stadt, das jetzt nochmals bis zum Rathausmarkt gekürzt wurde: (Klicken zum Vergrössern)

+ 01. Oktober 1978 +

Das war das Ende für die Hamburger Strassenbahn...

Hunderttausende von Menschen geben ihr am 30. September 1978 das letzte Geleit, nutzen noch einmal den letzten, fast Volksfest ähnlich organisierten Tag, um noch ein letztes mal mit ihrer "Elektrischen" zu fahren.

Edmund Spiess fährt den Letzten V6E - Wagen Nummer 3633 - am Morgen des 01. Oktobers 1978 in die Halle des Depots "P" am Nedderfeld in Lokstedt.